ALEX LINZ - Fotografie & Klang

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Reise zum Hang

Reise zum Hang in die Schweiz
 
Ein wundersamer und berührender Klang bewegte mich dazu, eine Reise anzutreten, um ein besonderes Klang-Instrument, das „Hang“, in meine Welt zu bringen.
Das Hang konnte man nicht einfach bestellen wie ein herkömmliches Musikinstrument. Es wurde von 2000 bis 2013 in recht kleiner Stückzahl von zwei Künstlern in der Schweizer Hauptstadt Bern hergestellt, und nur wenige Interessenten hatten das Glück, eine solch außergewöhnliche Klangskulptur zu erhalten. Ich musste damals per Brief-Post Kontakt zu den Hangbauern bei PANArt aufnehmen. Anfragen per E-Mail wurden nicht beantwortet, eine Webseite gab es nicht.
 
Freies Integrales Hang - PANArt  Hang von PANArt
 
Für Februar 2013 erreichte mich nach einiger Korrespondenz ein Brief mit der Einladung nach Bern, um mir in den Räumen der PANArt ein Hang auszusuchen.
Eine Woche lang war ich wie high und konnte es kaum erwarten.
 
Zur Zeit meines Aufenthaltes wurde die Berner Fastnacht gefeiert, und der Winter mit Pauken und Trompeten aus der Stadt vertrieben.
Das ist ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis! ...wenn 50 Tuba-Spieler, die tiefsten Töne in die Luft blasend, an dir vorbeiwandern. So in etwa könnte sich ein Erdbeben anfühlen.
Ein buntes, lautes und rhythmisches Treiben so ein Umzug.
 
Bern im Winter 2013  Fastnacht in Bern
 
Diese erste Fahrt in die Schweiz hatte ich über Mitfahrgelegenheiten und Couchsurfing organisiert.
Meine Couchsurfing-Gastgeberin war Sabine, eine freundliche junge Lehrerin, bei der ich drei Nächte auf der Schlafcouch übernachten durfte.
Mit Freunden von ihr war ich an einem Abend zum Raclette eingeladen – einem typischen Schweizer Essen... Nach ein paar Gläsern Rotwein wurde es eine lustige und gemütliche Runde. Am nächsten Tag lud mich Sabine noch auf eine Fahrt aufs Land zu ihren Eltern zum Mittagessen ein. Sehr freundlich diese Schweizer : )
 
Wenn man Bern besucht, sollte man sich das „Zentrum Paul Klee“ ansehen. Ein interessantes Bauwerk, in Form einer Sinuswelle, beherbergt das Museum und die einmalige Sammlung mit Werken von Paul Klee (1879–1940), der die Hälfte seines Lebens in Bern verbracht hat.
 
Am letzten Tag meines Aufenthaltes war es dann endlich soweit, und ich machte mich auf den Weg zur Firma PANArt an der Aare.
Sabine, meine Gastgeberin, war bereits in der Arbeit. Ich durfte mir noch ein Frühstück aus ihrem Kühlschrank nehmen, dann verabschiedete ich mich von der Wohnung.
Der Weg führte zuerst steil bergab an den Fluss Aare, der in einer engen Schleife die Stadt durchfließt. Am Fluss entlang wanderte ich etwa eine halbe Stunde bis zu einem Wehr, an dem ich auf das andere Ufer wechseln konnte. Schöne Flusssteine konnte ich als Mitbringsel für zu Hause nicht liegen lassen.
 
Flusssteine im Flussbett der Aare
 
Bei PANArt angekommen wurde ich begrüßt von Sabina und Felix, der Hangbauerin und dem Hangbauer - die Meister des Blechklangs, und wir unterhielten uns bei einer kleinen Brotzeit.
Nach einer kurzen Einführung am Hang durfte ich alle herumstehenden Instrumente nach Belieben ausprobieren und mir am Ende eines aussuchen.
Kein leichtes Unterfangen als Neuling am Hang-Klang. Man konnte nach einigen Stunden immer noch nicht genau sagen, welches Instrument das „bessere“ für einen ist. Man hätte auch eine ganze Woche dort verbringen können um sich zu entscheiden. Da aber die Zeit knapp wurde und ich zu meiner Mitfahrgelegenheit gehen musste, fiel die Entscheidung und ich war überglücklich.
 
Die Heimreise war recht anstrengend da die Mitfahrgelegenheit das Auto komplett besetzt hatte und wir uns zu dritt hinten die Rücksitzbank teilen mussten - ich mit dem Hang auf dem Schoß… Der Fahrer war aus Sachsen und hat die ganze Tour ohne Punkt und Komma gelabert.
Wen wundert es – ich hatte die Fahrt über "blablacar" gebucht : )
 
Bern bei Nacht
 
"Hang" ist eine eingetragene Marke der Firma PANArt.
Mehr Informationen zum Hang findest du unter www.hangblog.org
 

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